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Erneutes Patt bei den 3. Offenen Westdeutschen  Meisterschaften Schach-Tennis 2017
ausgerichtet vom TC Grafschaft

Großmeister Andrey Orlov und Georgi Davidov teilen sich den Sieg
bei den 3. Westdeutschen Schachtennismeisterschaften

GRAFSCHAFT. Am Vatertagswochenende fanden traditionell die „Offenen Westdeutschen Meisterschaften  Schach-Tennis“ statt. Dieses Jahr eingerahmt von einem sehr interessanten Rahmenprogramm. Am Vorabend der 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften (WDSTM) veranstaltete der TC Grafschaft ein Simultanspiel mit dem Schach-Großmeister Andrey Orlov (SV Gerresheim)  und das Louis Gentile Event.

1-Teilnehmer Schach-TennisDie Teilnehmer an den 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften stellen sich dem Fotografen. Im Bild rechts: Turnierorganisator Jürgen Kaster vom TC Grafschaft. Links im Bild: Alina Adenäuer als Vertreterin des Hauptsponsors WWK-Versicherungen

Sieben Stunden Tennis, fünf Stunden Schach – die Teilnehmer an der 3. Westdeutschen Schachtennis-Meisterschaft wussten, was sie getan hatten. 16 Personen nahmen an der diesjährigen dritten  Ausgabe des Kombiturnieres teil, das Körper und Geist gleichermaßen fordert.

Am Samstag wurde ein Tennis-Vorrundenturnier über sieben Runden absolviert, am Sonntagvormittag endete die Vorausscheidung in einem ebenfalls über sieben Runden ausgespielten Schnellschachturnier.

 

Letztendlich hatten sich vier Teilnehmer hatten sich für die Finalspiele qualifiziert, darunter mit 10,0:4,0 Punkten auch der Titelverteidiger Georgi Davidov aus Rotenburg/Fulda. Ebenfalls hervorragende Leistungen sowohl im Schach als auch im Tennis  zeigten Schach-Großmeister Andrey Orlov vom SV Gerresheim (10,5 P.) sowie zwei Spieler vom SC Diogenes Hamburg Christian Kalla (10,0) und Kai Schoenwolff (9,0). Alle vier Halbfinalisten hatten  schon durch erfolgreiche Teilnahmen bei den Deutschen Meisterschaften in den vergangenen Jahren auf sich aufmerksam gemacht, die traditionell im Juli/August in Baden-Baden ausgetragen werden. Schoenwolff und Davidov hatten die 1. bzw. 2. Auflage der “Westdeutschen” bereits für sich entscheiden können. Mit Andrey Orlov war diesmal aber ein Schachgroßmeister in die Favoritenrolle geschlüpft.

Spannende Kombinations-Endspiele auf hohem Niveau waren also vorprogrammiert, so wurde auch den Ehrengästen schnell klar. Den Finalspielen wohnten bei die Herren Ingo Derz (Vertreter der Gemeinde Grafschaft, gleichzeitig Träger der Schirmherrschaft), Herrn Dieter Kamptz (Tennisverband Rheinland), Karsten Loof (Schachverband Rheinland) und Herr René Schell (Kreissparkasse Ahrweiler).

Den Zuschauern bot sich ein Novum,  das den Charakter der Veranstaltung noch einmal besonders unterstrich: in allen Halbfinalkämpfen siegen die jeweiligen Kontrahenten jeweils einmal - entweder im Schach oder im Tennis. So musste in allen Fällen die Feinwertung entscheiden, bei der derjenige den Sieg davon trug, die in “seiner” Sportart den klareren Sieg einfahren konnte.

2-Schönes SpielDie Teilnehmer wünschen sich ein schönes und faires Spiel

Halbfinals:

Zunächst endete das Halbfinale Orlov-Schoenwolff 1:1 und selbst nach Feinwertung unentschieden (12:12). Den Ausschlag für den Einzug ins Finale gab der höhere Punktestand in den Vorturnieren zugunsten von Orlov. Etwas eindeutiger das Ergebnis in der Paarung Davidov-Kalla: Während Kalla das Schachspiel auf dem großen Gartenschach nur knapp gewinnen konnte, fiel das Tennismatch klar zugunsten von Davidov aus (40:26).

Finalspiele:

Im Finale um den Gesamtsieg wurde zunächst Schach gespielt. Großmeister Orlov gewann erwartungsgemäß die Partie und verbrauchte dazu nur eine Minute auf seiner Schachuhr: Sieg und 12 Bonuspunkte. Davidov (Tennis-LK 8!) war also gefordert, im Tennis ebenfalls klar zu gewinnen. Guten Mutes ging er in das Match - und noch vor Ablauf der 30-minütigen Spielzeit gab ein sich tapfer wehrender Andrey Orlov das Spiel verloren: Sieg und ebenfalls 12 Bonuspunkte für Davidov!

 

 

Das Reglement sah nur vor, beide zum Sieger der 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften zu erklären. Damit wiederholte sich die Endspielsituation  vom Vorjahr, als Davidov seinen Sieg mit Helmut Bürger (SC Toller Springer Polch) teilen musste.Auch das Spiel um die Plätze 3 und 4 endete mit einem Patt: Schoenwolff und Kalla belegten beide den dritten Platz.

3- Spiel um Plätze 3 und 4

Den Centercourt beansprucht: im Vordergrund das Spiel um Platz 3 zwischen den beiden Hamburger Vereinskollegen Kai Schoenwolff (li) und Christian Kalla. Im Hintergrund kämpfen Guido Stöhr (VfR Koblenz) und Daniel Butscher (SV Grün-Weiß Dresden) um Platz 5. Ralf Oehrle (sitzend) und Paul Pfeifer schauen zu.

4-Siegerehrung mit VIPs

So bunt ist Schach-Tennis: Gero Bongartz (SV Huchem-Stammeln) war der jüngste Teilnehmer und gewann den Jugendpreis. Schachgroßmeister Andrey Orlov (3.v.r.) und Georgi Davidov (3.v.l.) werden eingerahmt (v.l.n.r.) von Dieter Kamptz (Tennisverband Rheinland), Jürgen Kaster (TC Grafschaft), René Schell (KSK Ahrweiler) und Ingo Derz (Beigeordneter der Gemeinde Grafschaft) und Vertreter des Schirmherrn Michael Schneider.

Simultanspiel mit dem Schach-Großmeister:

Am Vorabend der 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften (WDSTM) veranstaltete der TC Grafschaft ein Simultanspiel mit dem Schach-Großmeister Andrey Orlov (SV Gerresheim). Der GM spielte am 21 Brettern, zumeist gegen Mitglieder des Veranstalters, aber auch gegen Teilnehmer an den WDSTM sowie Gäste aus umliegenden Vereinen.

Orlov gewann den Vergleichskampf mit 18,5 : 2,5. Dabei musste er eine Niederlage gegen den Lokalmatadoren Jürgen Kaster vom TC Grafschaft einstecken und sich auch gegen Kai Schoenwolff, SC Diogenes Hamburg, geschlagen geben. Ein Remis konnte Peter Wahl aus Galgenen (CH) erringen.

Besonders augenfällig war das Spiel des erst 13-jährigen Maurice Herzet aus Nierendorf. Maurice konnte seine Partie lange Zeit ausgeglichen gestalten, umschiffte alle Fallstricke, die der Großmeister ausgelegt hatte, und musste sich tatsächlich erst im Endspiel der strategischen Finesse seines übermächtigen Gegners geschlagen geben. Die Kiebitze waren sich einig: da wächst ein großes Talent heran.

5-Einblicke Einer gegen 21

Hier grübeln neben den Schach-Tennis-Spielern auch die alten Hasen mit Ihrem Erfahrungsschatz.

6-Jugend beim Simultan-Schach

Auch bei der Jugend rauchten die Köpfe (v.r.n.l: Maurice Herzet, Jonas Naumann, Elisa Naumann, Fabian Götsch, Timo Schröder)

Louis Gentile Event:

Dann am Samstag Abend bot der international renommierte Opernstar und Entertainer  Louis Gentile auf der Bühne im großen Festzelt mit seiner Tochter Alma und unserem Vereinsmitglied Winni Gut (einem bekannten Studio- und Live-Gitarristen) ein vielfältiges Programm der absoluten Spitzenklasse dar. Die Künstler sorgen bis spät in die Nacht für beste Stimmung und lieferten ein tolles Programm ab. Die drei Vollblutmusiker präsentierten ihr umfangreiches Repertoire, von Rock/Pop und Country  über Musicals bis hin zu klassischen Stücken.

7-Turnier-Teilnehmer mit Louis Gentile & Friends

Die Teilnehmer an den 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften posieren beim Soundcheck im Festzelt. Im Hintergrund die Band "Gentile & Friends", mit Operntenor Louis Gentile, seiner Tochter Alma und dem Birresdorfer Rockgitarristen Winni Gut.

8-Kleiner Soundcheck und es kann los gehen

Langsam füllt sich das Zelt. Es kann los gehen mit dem Live-Konzert!

Einen besonderen Dank möchte der TC Grafschaft noch an seine Sponsoren aussprechen. Insbesondere der Gemeinde Grafschaft, WWK, Raiffeisenbank Vordereifel e.G., Kreissparkasse Ahrweiler, Baum Automobile und Getränke Visang.